Fragen

Fragen

Was treibt Dich an?
Welches ist der Faktor, der Dich antreibt,
Dich zur Hochleistung anspornt?
Wo möchtest Du hin?

Wem gehört Dein Herz?
Hast Du DEN Menschen gefunden?
Suchst Du nach ihm?
Fühlst Du Dich geliebt, egal auf welche Art und Weise?

Warum liegst Du nachts wach?
Was ist es, das Deine Gedanken ausfüllt,
Dir schlaflose Nächte beschert?
Warum kannst Du es nicht auf morgen verschieben?

Was ist es, das Dich stark macht?
Woher nimmst Du Deine Stärke?
Musstest Du kämpfen, hattest
keine andere Wahl?
Bist Du ein Beschützer und wenn ja, wer
beschützt Dich?

Gibt es für Dich nur dieses eine Leben?
Glaubst Du, wir haben nur diese eine Chance?
Glaubst Du vielleicht, es gäbe viele oder
auch nur ein Leben nach diesem?

Was macht Dich glücklich?
Ein Lächeln auf Deinem Gesicht,
die Welt scheint in Ordnung.
Was ist es, das Dich glücklich macht?
Für nur einen Moment oder vielleicht für immer?

Welche Musik bringt Dich zum Tanzen?
Ob nun Deinen Körper oder Deinen Geist,
welche Musik, bringt Dich dazu, zu tanzen?
Kannst Du es beschreiben, dieses Gefühl?

Hast Du Lust zu tanzen, vielleicht mit mir?

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Was ist los mit Euch?

„Mami, was passiert, wenn wir sterben?“ fragte Marie, beinahe beiläufig, auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause. Ich hatte Mühe, nicht vor Schreck stehen zu bleiben.
„Wie kommst Du auf diese Frage, mein Schatz?“ fragte ich.
„Ich weiß nicht Mami, müssen wir nicht alle irgendwann sterben? Weißt du, wann ich sterben muss?“
„Oh mein Kind, oh nein“, sagte ich, hielt nun doch an und schloss sie in meine Arme. Eine kleine Träne rollte über meine Wange, ich fühlte den stechenden Schmerz, den diese Frage in mir auslöste und sagte: „Keiner weiß, wann er gehen muss, mein Engel. Alle Menschen und Tiere, auch Pflanzen, sterben irgendwann.“
Als sie sich aus meiner Umarmung löste, erkannte ich, dass Marie verwirrt war.
„Was ist los mein Schatz, was stört Dich?“ hakte ich nach.
„Du hast meine Frage nicht beantwortet, Mami. Warum beantwortet niemand solche Fragen? Was ist los mit euch, euch Erwachsenen?“
Ich suchte nach einer Sitzgelegenheit und kam es mir doch immer vor, als sei der Weg übersät von zu vielen Parkbänken, auf denen keiner saß, so fand ich jetzt keine.
Ich beugte mich zu Marie hinunter „Ich möchte alle deine Fragen beantworten. Es gibt jedoch Fragen, auf die weiß ich keine Antwort“
„Weiß jemand anderes die Antwort, können wir ihn fragen?“ schoss es aus ihr heraus, leuchtend blaue Augen starrten mich an, während sie nervös von einem Fuß auf den anderen trat.
„Sicher gibt es Menschen, die viele, viele Fragen beantworten können, jedoch nicht diese. Wenn wir sterben, ist es, als ob wir einschlafen und nie wieder aufwachen. Unser Leben ist dann vorbei“, bemühte ich mich einer Antwort. Marie grübelte, dann sagte sie: „Okay“, nichts weiter.
„Hast du noch mehr Fragen, Marie?“ setzte ich erneut an, während wir weitergingen.
„Ich weiß noch nicht Mama, vielleicht später. Ich will versuchen, Dich nicht wieder traurig zu machen. Versprochen“, antwortete sie und hob ihre kleine Hand zum Schwur.

Sind die traumatischsten und schmerzvollsten Dinge für uns umso schmerzhafter, weil sie solch ein Tabu sind? Könnten wir sicher nicht glücklich leben, wenn wir jenen Gedanken ständig den Vortritt ließen. Dennoch sollten wir uns fragen, ob das erlernte Tabu, unseren Schmerz und die Angst, nicht vergrößert. Schieben wir die wohl traurigste Tatsache, ein Stück zu weit weg, von unserem Leben? Auch wenn Leben und Tod unweigerlich zusammengehören?

Geboren um zu sterben, kann der Mensch so wenig
den Schmerzen, als dem Tode entgehen.

-Voltaire-