Text

My choice?

Only you, my charm, my all.
Certainly.
„You’re the one I’ve chosen,“ I say softly.
My free decision, all that I want.
Certainly?

This Love does not only seem infinite,
it extends every day,
through our gloomy valley,
which we, for right now, call our life.

I knew it would be hard,
saw it, the stony path ahead.
The monsters, they lurk, hate,
each one of our successes.
Malicious grins, about any setback,
that hits us.

Moments of farewell forever
burned in my memory.
tattooed on my heart,
cut into my skin, with a rusty blade.
Never was I happier,
never, no hour in my
Life, sadder than right at this moment.

Love leaves us no choice.
It breaks over us like a fire.
Since that day we have been burning.
You and me.
Love makes the choice we believed we had.
And when the flames strike high.
There is no choice at all.

 

 

 

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Halloween: Eine Frage der Perspektive

Anastasia war noch nicht lange ein Geist, gerade mal 134 Jahre, 6 Monate und 4 Tage.
Gedankenverloren saß sie auf einem der Grabsteine und ließ die Seele baumeln.

„Natürlich, das macht auch Sinn, einen Körper habe ich keinen mehr, Du einfallsreicher Geschichtenerzähler. Seele baumeln lassen. Dass ich nicht lache!
Hast Du mal daran gedacht, Dich mit Deinen geistreichen Dialogen bei RTL zu bewerben, hä?“

Sie sprang zornentbrannt auf. Sie schwebte. Ich meine, sie dematerialisierte…

„STOPP! Also mal ehrlich, ich erzähle meine Geschichte selbst, Du alberner Wicht!
Liebe Zuhörer, mein Name ist Anastasia. Zumindest war das mein menschlicher Name.
Als ich erwachte, nachdem ich gestorben war, stellte ich fest, dass ich kein Spiegelbild mehr hatte.
Dies und mein Tod waren die schlimmsten Dinge, die mir jemals widerfahren sind. Ich mochte mein Äußeres sehr, bis mich eine hässliche Krankheit, deren Namen ich nicht kenne, dahinraffte. Alles ging ganz schnell. Manchen, nämlich meiner bösen Stiefmutter und meiner Stiefschwester, nicht schnell genug. Nicht nur waren sie beide böse Menschen, sie waren auch noch hässlich dazu.
Ich sage Euch, das ist erfreulich. Viele Menschen habe ich kennengelernt, die äußerlich wahre Prachtstücke waren. Jedoch in ihnen drin, oh ja, ganz schlechte Wertung.
Jedenfalls möchte ich noch so viel sagen, bevor unser Erzähler Euch weiter langweilen darf:
Das Leben als Geist ist scheiß-langweilig! Früher war es noch ganz interessant, Leute zu erschrecken, aber auch das läuft heutzutage nur noch schleppend. Durch den großen globalen Grusel-Hype, ganz besonders heute an Halloween, sind diese Menschen ja durch nichts mehr zu erschrecken!
LANGWEILIG!
So, nun lasst mich in Ruhe und seht Euch ein wenig auf dem Friedhof um. Meine Gesprächszeit ist beendet. Es ist ja nicht so, dass ich nicht eine Ewigkeit Zeit hätte.“

„Hey, bist Du ein echter Geist?“ Jemand tippte Anastasia auf die Schulter.
Ein greller Schrei entfuhr ihr. Nicht etwa dem Mädchen, das sie angetippt hatte, sondern Anastasia:
„Huaaaaaah! Du kannst mich sehen, Kleine?“ stieß sie hervor.
„Ja, klar und deutlich“, sagte das Kind achselzuckend.
„Das-, das ist unglaublich. Du solltest mich überhaupt nicht sehen können“, erwiderte die Geister-Frau erstaunt.
„Muss man Euch Geistern denn alles erklären? Heute ist HALLOWEEN. Die Nacht, in der die Welt der Toten mit der Welt der Lebenden zusammentrifft. Ist doch glasklar, weshalb ich dich sehen kann“, sagte die Kleine und rollte gespielt mit den Augen.

„Du hast mich erschreckt, Kind! Geh und hol Dir ein paar Süßigkeiten bei den Nachbarn, die nur Süßes verteilen, damit ihre verzogenen Kinder von Deinen Eltern etwas bekommen.“
„Ja, da hast Du wohl recht. Hier gibt es weder Süßes noch Saures. Dafür entweder Pest oder Cholera“, zischte das Mädchen.
Gerade als Anastasia das Mädchen für seine scharfe Antwort beglückwünschen wollte, war sie verschwunden. Keine Spur mehr von ihr. Als hätte sie sich in Luft aufgelöst.
‘Können Menschen so schnell verschwinden? Pest oder Cholera, ha, das ist wirklich gut‘, grübelte sie.
„Diese Menschen und ihr albernes Halloween, wirklich anstrengend. Der wahre Horror trägt Skelettkostüm in Kindergröße“, schnaufte sie genervt und schwebte davon. Denn genau das ist es, was Geister tun.

Die Uhr

„Sieh Dich nicht um“, sagst Du zu mir, ziehst mich an Dich heran.
„Wo sollte ich hinsehen, außer zu Dir?“ frage ich.
Ich spreche es nicht aus, Du weißt, was ich denke.

Die Zeit rast, in der nur Du und ich sind. Niemand sonst.
Der Zeiger der Uhr ist neben Deinen Augen, das einzige,
was meinen Blick auf sich zieht.
Unnachgiebig rückt er vor, ohne Geräusch.

Ich lege meinen Kopf auf Deine Schulter,
sauge all´ Deine Wärme ein.
Kämpfe gegen den Drang, erneut auf den Zeiger zu sehen.
So unnachgiebig wie er vorrückt, so intensiv das Stechen
in meiner Brust.

Mir schnürt es die Kehle zu, immer enger.
Verwundert, dass ich noch aufrecht sitze,
weiß ich, Du bist es, der mich stützt.
Schuldgefühl steigt in mir auf; sollte nicht ich es sein,
die Dich stützt?

Unsere Zeit läuft, viel zu schnell läuft sie ab.
Entgegen dem Moment, in dem sie kommen werden,
uns ein paar letzte Minuten geben, Minuten.
Meine Hände zittern, ich weiß nicht weiter.

Ich will schreien, dennoch bleibe ich stumm.
„Ich liebe Dich“, ist alles was ich zu sagen habe.
Ich will weinen, will Dir jedoch keine Sorge bereiten.
„Ich liebe Dich“, Tränen laufen über mein Gesicht.
Ich kann sie nicht aufhalten.

Du hältst mich ganz fest, so dass ich stehen kann.
Ohne Dich kann ich nicht stehen.
Ich muss.
Solange, bis unsere Zeit stillsteht.
Ich kann.
Bis diese Uhr nicht mehr lautlos tickt.
Ich will.
Ich will unsere Unendlichkeit.

Bis die verdammte Uhr für immer schweigt.

Die Kunst der Kunst

Kunst ist, was Du in ihr siehst.
Sie kann bunt sein, strahlend oder trüb.
Sie kann alles, sie muss nichts.

Kunst ist Emotion.
Gefühl und Erinnerung.
Sie bringt Dich fort oder zurück nach Hause.

Kunst wirkt.
Sie bebt nach in Dir, wenn Du sie ansiehst.
In demjenigen, der sie erkennt und anerkennt.

Kunst singt.
Ein Lied, das Du gut kennst
oder ein neues, dessen Klang Dir eine neue Welt zeigt.

Kunst tanzt.
Vor Deinem Auge, in Deinem Herzen.
Schwingt im Takt wie ein Herzrhythmus.

Kunst ist anders.
Für den Einen ist sie wertlos,
für den Anderen bedeutet sie die Welt.

Kunst ist frei.
Sie tut, was sie will, nicht was andere sagen.
Kennt keine Grenzen, das tat sie nie.
—————
Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit – Friedrich Schiller

Feind

Die Welt ist voll von Geschichten,
schönen Geschichten,
traurigen Geschichten,
solchen, die es nicht wert sind, erzählt zu werden.

Fragst Du Dich auch manchmal, in welcher davon
Du der Feind bist?
Der Böse, der, für den alles getan wurde,
der es nicht dankte.

Dein Verhalten, unmöglich,
mit Dir war nicht zu reden,
wurden Dir doch alle Chancen gegeben,
ja, wirklich?

Ist sie Dir bekannt, Deine Geschichte?
War Dir klar, dass Du der Hauptdarsteller bist?

Stell´ Dir vor, Deine Geschichte wird erzählt,
die Menschen tuscheln, sie schütteln die Köpfe:
„Das ist ja unglaublich!“ sagen sie.
Weißt Du, worum es geht, in Deiner Geschichte?
Wer führte Regie?

Erzählst Du sie, klingt sie dann anders?
Du bist nicht der Feind, aber wer ist es?

Das Drehbuch, der Plot, nicht einmal ähnlich.
Die Regie führt jemand anderes: Du.
Der Hauptdarsteller bist Du nicht.
Du bist nicht der Feind, aber bist Du das Opfer?

Deine Wahrheit, deren Wahrheit.
Doch welche ist nun wahr?

Es gibt unzählige Geschichten.
Viele.
Tausende. Schlechte.

In mindestens einer bist Du der Feind.
Ob du mitspielen wolltest oder nicht.